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Klassenerhalt geschafft PDF Drucken E-Mail
Montag, 14. Juni 2010 um 15:18 Uhr

 Ahlbeck gibt am letzten Spieltag die Rote Laterne ab und bleibt in der Kreisoberliga. So muss Viereck absteigen. Das 1:1 gegen den GSV III reichte nicht.
Traktor Wilsickow (OZ) - 5:3 (3:2)

Als Schiedsrichter Christoph Lissner nach quälend langen vier Minuten Nachspielzeit die letzte Partie dieser Spielzeit endlich abpfiff, gab es auf Ahlbecker Seiten kein Halten mehr. Das scheinbar Unmögliche war eingetreten, der Klassenerhalt im letzten Moment doch noch geschafft.
Zuvor erlebten die Zuschauer ein spannendes und torreiches Spiel. Die Gastgeber erwischten dabei einen Start nach Maß. Als Speck nach fünf Minuten im Strafraum umgerissen wurde, zeigte der Unparteiische sofort auf den Punkt. Philipp Schmidt ließ sich diese Chance nicht entgehen und donnerte den Ball trocken ins Netz. Gleich im Anschluss hätte er weiter erhöhen können, agierte aber zu zaghaft. Besser machten es die Gäste, die nach einem Eckball (11.) per Kopfball ausgleichen konnten.
Eintracht zeigte sich davon aber nicht geschockt. Nach einem schnell ausgeführten Freistoß von Duszynski war Philipp Trzmiel zur Stelle. Er brachte sein Team acht Minuten später erneut in Führung.
Der gegnerische Torwart ärgerte sich so über diese Situation, dass er selbst nach dem Anstoß noch lautstark protestierte. Dem Schiedsrichter wurde dies zu bunt und er entschied auf indirekten Freistoß im Strafraum, den Philipp Schmidt zum 3:1 verwandeln konnte. Lange hielt dieser Vorsprung jedoch nicht an, denn Wilsickow konnte schon fünf Minuten später erneut verkürzen. Jetzt ging es hoch her. Auf beiden Seiten gab es Chancen, fast im Minutentakt. Mit dem knappen Ahlbecker Vorsprung wurden dann aber die Seiten gewechselt.
In der Pause wurde dann auch erstmals der 1:1-Zwischenstand vom Spiel Viereck gegen Greifswald bekannt. Ein Ergebnis, das zum Ahlbecker Klassenerhalt ausgereicht hätte. Doch nach 55 Minuten folgte der große Schreck: Wilsickow konnte, erneut nach einem Eckball, zum 3:3 ausgleichen. Postwendend hatte Philipp Trzmiel jedoch die passende Antwort. In Klassemanier setzte er sich im Strafraum durch und vollendete zur umjubelten erneuten Führung. Jetzt war wieder Struktur im Ahlbecker Spiel. Robert Schmidt führte geschickt Regie. Hinten ließ Stopper Labis kaum etwas anbrennen. Die beiden Spitzen, Trzmiel und P. Schmidt, waren immer gefährlich. So war es auch Trzmiel vorbehalten den 5:3-Endstand (79.) und damit die Entscheidung zu erzielen.
Die Bestätigung über das Vierecker 1:1 ließ nicht lange auf sich warten. Der Klassenerhalt war in letzter Minute geschafft. „Das war ein versöhnliches Ende einer total verkorksten Saison. Jeder Spieler hat begriffen, worum es geht. Den Sieg haben wir redlich verdient“, so Ahlbecks Trainer Bernd Joksch.
FOTO: Lars Petersen

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